Herzflut ist definitiv ein sehr intensives Buch und die Bewertung fällt mir gar nicht mal so leicht.Es wurden viele wichtige Themen besprochen, ein paar davon sind mir in Büchern zuvor noch nicht begegnet.Den Umgang damit fand ich unfassbar authentisch und gut geschrieben.Ich konnte die Gefühle, Gedanken und Ängste der Protagonistin nachvollziehen und gleichzeitig war es manchmal sehr schwierig darüber zu lesen.Sara hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, weswegen es ihr nun schwerfällt Berührungen zuzulassen.Als sie Miles kennenlernt hat sie Angst davor, wie er mit dieser Information umgehen wird, doch ihr wird schnell klar, dass sie ihn sehr mag, daher hofft sie, dass er damit klarkommen kann.Im Laufe des Buches verfolgt man die Beziehung der beiden und wie sie sich verändert, mit allen Höhen und Tiefen.Sara mochte ich sehr gerne und ich fand es sehr spannend sie zu begleiten, selbst dann wenn es schmerzhaft wurde, aber ihre Entwicklung konnte mich total mitreißen.In einer Therapie versucht sie die Vergangenheit und die Auswirkungen, die sie auf sie in der Gegenwart hat, aufzuarbeiten.Dieser Prozess war ziemlich emotional, aber auch sehr wichtig für Sara und die Handlung.Die Beziehung mit Miles als Partner, hat mir hingegen nicht so gut gefallen.Auch seinen Charakter fand ich gut ausgearbeitet und den Verlauf der Beziehung ebenfalls, doch die beiden als Paar habe ich nicht ganz greifen können.Ich konnte die Verbindung, die Sara und Miles zueinander gespürt haben, beim Lesen nicht wirklich nachempfinden.Das fand ich wirklich schade, weil mir dadurch etwas gefehlt hat und mir das Buch andernfalls noch besser gefallen hätte.Aber das ist ausschließlich meine persönliche Wahrnehmung.Trotzdem habe ich Herzflut gerne gelesen und ich würde mich sehr freuen, wenn das Buch noch mehr Aufmerksamkeit bekommen kön