Aufgrund des Klappentextes hatte ich erwartet, in eine Geschichte einzutauchen, in der es um zwei Schwestern geht, die als Kinder unzertrennlich waren, sich dann auseinandergelebt haben und nun wieder zueinander finden. Das Buch beginnt stattdessen mit 21 Versionen eines Abschiedsbriefes. Das hat mich sehr irritiert und irgendwann fand ich es ermüdend, noch eine weitere Version zu lesen, zumal man sie nicht richtig einordnen kann. Danach gibt es einen Abschnitt aus Sicht von Margit und abschließend aus Sicht von Sigrid.
Es werden viele wichtige Themen( psychische Gesundheit, konfliktreiche Kindheit, fehlender Rückhalt) behandelt, aber aufgrund der Erzählweise sind mir die Figuren fremd geblieben. Ich konnte nicht mit ihnen fühlen und ihr Handeln kaum nachvollziehen. Eine enge Verbindung zwischen den Schwester war für mich nicht spürbar. Den Schreibstil fand ich aber insgesamt sehr angenehm.