Leider habe ich von dem Buch viel mehr erwartet. Ich habe eine amüsante und doch tiefgreifende Lovestory erwartet, aber am Ende war es ein feministischer Roman, den ich sehr ermüdend fand, weil er so klischeebehaftet und abwertend gegenüber Männern ist. Ich habe mich durch das Buch gequält. Habe es zwar bis zum Schluss gelesen und das letzte Kapitel hat mir auch gefallen, aber der Rest hat sich so extrem hingezogen. Zwei junge Mädchen, die selbst große emotionale Probleme haben, versuchen einen Mann, der eigentlich ganz normal erscheint, "umzuerziehen" wie einen Hund, um ihn brauchbar für die Damenwelt zu machen. Sie schleppen ihn zu feministischen Talkrunden, kleiden ihn komplett neu ein nach ihren Wünsche und nehmen ihn mit zu feministischen Demos. Bei einer Party verkleiden sie ihn mit weiblichen Klamotten wie Netz-Shirt und Federboa und machen ihn lächerlich. Sorry, ich kann solches Verhalten im normalen Leben nicht akzeptieren und ich finde es auch in geschriebener Version überhaupt nicht lustig. Ich war die ganze Zeit sehr genervt von den beiden Mädchen. Der einzige Charakter, den ich tatsächlich sympathisch fand, war der Mann, den sie umerziehen wollten und mit ihm hatte ich auch die ganze Zeit Mitleid und habe mich gefragt, warum er so etwas überhaupt mitmacht. Für mich war das Buch Zeitverschwendung. Das Titelbild gefällt mir aber gut - um zum Schluss mal etwas Positives zu sagen.