Nach etwa 200 Seiten habe ich beschlossen, das Buch nicht mehr weiterzulesen. Ich habe schon so so viele Bücher aus dem Programm von Pola gelesen und bin selber ganz erstaunt, dass mir ein Buch so gar nicht gefallen hat.
Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt. Vor allem die langen inneren Monologe der Protagonistin waren ermüdend und haben mich gar nicht bekommen. Auch die Dialoge waren oft zu lang und mir nicht fokussiert genug. Und wenn man vom Fokus spricht: es wurden viele wichtige Themen aufgemacht, was ich grundsätzlich toll finde und bei einem Buch, das bei Pola erscheint auch erwarte. Aber vieles wurde angerissen und in die Runde geworfen und sich schlussendlich auf wenig ernsthaft konzentriert. Das machte für mich die Geschichte sehr zäh.
Dieses 'Projekt' n der Geschichte kann man sicher in einer lockeren Romcom lesen, aber das Buch las sich nicht so, als ließe es sich in das Genre einordnen .Wenn ich über den Plot des Buches nachdenke, dann finde ich die Idee davon, dass Frauen dafür zuständig sind, Männer zu empathischen Wesen umzuerziehen, um einen einfachen Grundrespekt vor Frauen zu haben, ganz furchtbar. Kann mir das einfach grundsätzlich nicht mehr geben. An der Stelle, an der ich mich zuletzt befand, wurde gerade darüber spekuliert, dass die schlechte Wahl der Männer mit der Abwesenheit der Väter zu erklären ist. Da sag ich jetzt mal gar nichts zu...
Im Großen und Ganzen hatte ich zu keiner Zeit den Impuls zu erfahren, wie es weitergeht und das Buch zwischenzeitlich für Tage nicht mehr in die Hand genommen. Das ist für mich das Zeichen für den Abbruch.