Ich gestehe, dass "Keeping it casual" viel zu lange auf meinem SuB lag. Und ich habe nicht einmal eine vernünftige Rechtfertigung dafür. Nun habe ich das Buch beendet und bin so positiv überrascht, dass ich mich gleichzeitig darüber ärgere, es nicht schon viel früher gelesen zu haben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maxine. Es geht um Selbstliebe, Dating, toxische Beziehungen und Gesundheit - Themen, die gefühlvoll und authentisch miteinander verwoben werden.Maxine habe ich mit ihrer liebevollen, manchmal leicht verpeilten Art sofort ins Herz geschlossen. Nach ihrer Hirn-OP, der Trennung von ihrem Ex und den Herausforderungen mit ihrer Ex-Schwiegerfamilie trägt sie einige schwere Päckchen mit sich herum. Umso schöner ist es zu sehen, wie Johnny frischen Wind in ihr Leben bringt. Er sorgt für Ablenkung, Leichtigkeit und viele positive Momente. Den Austausch zwischen den beiden habe ich unglaublich gerne verfolgt und regelrecht mitgefiebert. Was ich außerdem überhaupt nicht erwartet hatte: Das Buch ist seeeehr kulinarisch. Die vielen Beschreibungen rund ums Essen und Genießen verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und haben mir richtig gut gefallen. Auch der Schreibstil hat mich überzeugt. Die Dialoge und Chatverläufe zwischen den Protagonisten werden häufig in indirekter Rede oder als verschachtelte Erzählung wiedergegeben. Die Autorin verzichtet weitgehend auf klassische Anführungszeichen und direkte Zitate. Anfangs ist das etwas ungewohnt, dennoch ließ sich der Roman für mich angenehm leicht und flüssig lesen."Keeping it casual" ist eine emotionale, warmherzige und gleichzeitig humorvolle Geschichte über das Leben, das Loslassen und den Mut, sich selbst wiederzufinden.