Mein erstes Buch aus dem Pola-Verlag war Hot Mess von Sophie White, das zu einem Überraschungshighlight wurde, an das ich immer wieder zurückdenken muss. Da war es für mich völlig klar, dass ich das neue Buch der Autorin lesen würde, egal um was es gehen würde. Und auch Breakup Season konnte mich überzeugen, wenn auch nicht ganz so bewegen wie Hot Mess. Das lag vor allem daran, dass der persönliche Bezug gefehlt hat und es mich deswegen vielleicht ein bisschen weniger catchen konnte.
Auch in Breakup Season geht es um Freundschaft. Drei Paare, die sich seit dem College kennen und in ihren Vierzigern immer noch eng miteinander befreundet sind. Maggie und Fionn sind mittlerweile stinkreich und spendieren allen einen Urlaub, der sie ihre Alltagssorgen vergessen lassen soll. Doch es kommt ganz anders, als die ersten Gespräche kippen. Ich hab mir anfangs etwas schwer getan, in die Geschichte reinzukommen. Ich bin bei all den Namen nicht ganz durchgestiegen und musste zu viel nachdenken und ich hatte mir nach dem Klappentext auch etwas anderes vorgestellt. Der erwähnte Urlaub dauert etwa nur 100 Seiten an und im Anschluss kehren die Paare in ihren Alltag zurück und müssen gewissermaßen mit den Konsequenzen leben, die am Ende weitreichend sein werden. Zwischendurch gab es hin und wieder Längen, sodass ich das Buch erst einmal wieder zur Seite gelegt habe. Trotzdem haben die drei Paare mich jedes auf seine Weise gefesselt. Ich mochte die ehrliche Freundschaft zwischen ihnen, den Zusammenhalt und dass jeder in der Lage war, auch eigene Fehler auf erwachsene Art und Weise zu erkennen und zu reflektieren. Die Geschichte hat es in sich und wird heftiger, tiefgründiger und emotionaler, als ich vermutet habe. Hier passieren wirklich krasse Dinge und ich wusste erst nicht, wie ich das ganze einordnen sollte. Am Ende fand ich es gut, dass nichts beschönigt wurde, aber hier ist es ganz wichtig die Triggerwarnungen zu beachten. Das Buch ist keine leichte Kost und hat trotzdem etwas Tröstliches, alleine durch das feste Band der Freundschaft, das man sich selbst nur wünschen kann. Ich habe die Clique gerne begleitet auch wenn es nicht leicht war.