Das Geheimnis der Templer

Folge XI des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
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Nach langen Jahren der Flucht sind Roç und Yeza ins ehemalige Katharerland im Süden Frankreichs zurückgekehrt. Der Orden der Tempelritter plant gegen den Widerstand der römischen Kirche und der französischen Krone die Errichtung eines neuen Staats, a … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Geheimnis der Templer
Autor/en: Peter Berling

EAN: 9783943824117
Format:  EPUB ohne DRM
Folge XI des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
hockebooks GmbH

3. Januar 2014 - epub eBook - 146 Seiten

Beschreibung

Nach langen Jahren der Flucht sind Roç und Yeza ins ehemalige Katharerland im Süden Frankreichs zurückgekehrt. Der Orden der Tempelritter plant gegen den Widerstand der römischen Kirche und der französischen Krone die Errichtung eines neuen Staats, an dessen Spitze die Gralskinder stehen sollen. Doch selbst die Bruderschaft des Grals, die im Verborgenen die Geschicke der >Königlichen Kinder< lenkte, ist gegen diese Entwicklung. Schon bald beginnen in ganz Frankreich die Scheiterhaufen zu brennen, Roç und Yeza können nicht verhindern, dass viele ihrer Freunde den Tod in den Flammen finden. Der ehrgeizige Orden der Templer und die wenigen verbliebenen >faidits< aus den Reihen der ehemaligen Katharer wollen die Warnung der Mächtigen nicht verstehen.
Als eine Delegation der Mongolen eintrifft, die Roç und Yeza zur Rückkehr auffordert, werden die Gralskinder mit einem verlockenden Angebot konfrontiert. Denn nach dem Sieg über den Kalif von Bagdad könnten die Mongolen als Einzige dem Königspaar die Alleinherrschaft über die Welt verschaffen. Angewidert von den Zuständen im christlichen Abend- und muslimischen Morgenland scheinen Roç und Yeza bereit, das Angebot aus dem fernen Osten anzunehmen ...
Ein spannender historischer Roman von Peter Berling, der gleichzeitig das große Epos »Die Kinder des Gral« aus der Zeit der Kreuzzüge als Teil XI fortführt.

Portrait

Peter Berling wurde am 20. März 1934 in Meseritz geboren, in der ehemaligen Grenzmark Brandenburgs. Seine Eltern waren die Berliner Architekten und Poelzig-Schüler Max und Asta Berling. Jugend, Krieg und Gymnasium in Osnabrück (wohin die Familie 1938 umzog) und auf dem Internat Birklehof im Schwarzwald. 1954 Beginn eines Architektur-Studiums in München, Wechsel zur Akademie der Bildenden Künste, Tätigkeiten als Werbegrafiker, Reiseleiter, Konzertveranstalter, Musikverleger.
Angestoßen durch ...

Leseprobe

I
LUZIFER IM KIRSCHGARTEN


Ketzer unter Rosen


Das harte Gegenlicht der untergehenden Sonne blendete den Maler, verzerrte die Konturen, ließ die Farben grell aufleuchten und die weißen Blüten des Rosenhags tanzen, während das, was er eigentlich zu sehen begehrte, die Schrift, die unverständlichen Zeichen und Linien auf dem Stein, in dunklen Schatten versank. Das schwarze Epitaph – war es Marmor? – bot sich fleckenlos und ohne Adern dar, fremd, wie aus einer anderen Welt. Daran änderte weder der Sockel aus gleichfarbigem Granit etwas noch die kunstvoll geschliffene Abdeckung, in der kristallen die weiße Maserung mit karneolrötlichen Einsprengseln wechselte und die von der Wertschätzung zeugte, die dem so geschützten schlanken Quader entgegengebracht wurde.

Der sich mit den widrigen Umständen quälende Meister war überaus elegant gekleidet, wie es einem höfischen Maler wohl zukam. Rinat Le Pulcin hatte es eigentlich nicht nötig, in wilder Natur, zwischen Dornen und Insekten und unter den sengenden Strahlen der Sonne seiner Kunst nachzugehen. Er war beliebt in den Palästen ob seiner schmeichelhaften Porträts und ließ sich gern dafür verwöhnen. Auch diesmal hatte der Auftrag – gut bezahlt, doch anonym erteilt – nicht viel anders geklungen: Bei einer Burg, deren Name nichts zur Sache tue, werde er einen jungen Ritter und seine Damna[1] treffen, die er so zu konterfeien habe, wie er sie vorfände. Dass er seine Arbeit nicht wie gewohnt im Atelier verrichten sollte, sondern unter freiem Himmel, empfand er als eine Herausforderung an seine Kunst. Rinat war dennoch ein leichter Schauer den Rücken hinuntergelaufen, denn bei einer ähnlichen Umschreibung hatte er schon einmal vor Leichen von Liebenden gestanden, die noch warm waren. Doch als ihm nach mehrstündigem scharfem Ri
tt die Binde von den Augen genommen wurde, fand er die zu Konterfeienden erstaunt, aber durchaus lebendig vor.

Man hatte Maître Rinat eingeschärft, keinerlei Fragen zu stellen, weder an die Personen noch zu der Umgebung, die ihn erwartete. Die Burg, eigentlich ein alleinstehender, mächtiger Donjon[2], wirkte unbehaust, wenn auch nichts auf Zerstörung hindeutete. Das Tor stand weit offen, und soweit er einen schnellen Blick ins Innere hatte werfen können, schien zumindest die Halle verödet und leer. Kein Gesicht zeigte sich in dem hohen Fenster des Söllers, noch blitzten Spieße von Wachen oben hinter des Turmes Zinnen.

Sein Begleiter, ein hagerer Priester, wie am Gewand zu erkennen, ließ ihm keine Zeit, seine Neugier zu befriedigen, sondern führte ihn am Arm den Hang hinab zu einem dichten Hag weißer Heckenrosen. Der energische Griff des Mannes, der sich knapp mit »Gosset«[3] vorgestellt und dem noch, ohne mit seiner buschigen Augenbraue zu zucken, trocken ein »clericus maledictus«[4] angefügt hatte, lockerte sich erst, als sie schon um den Rosenbusch gebogen waren.

Das Bild, das sich Rinat bot, entsprach dem, was von ihm als Miniatur verlangt wurde. Ein akkurat gearbeitetes Gestell für die Holztafel stand für ihn bereit und gab ihm Position und Bildausschnitt vor. Rinat hatte eine solche Konstruktion noch nie gesehen, obgleich sie ihm sofort einleuchtete, ließ sie ihm doch beide Hände zur Arbeit frei. Zum Sichwundern wurde ihm weder Zeit noch Raum gelassen. Zur Rechten öffnete sich der Rosenhag, die dornigen Zweige waren rüde abgehackt worden, davon zeugten die frischen Blüten am Boden. Die künstliche Grotte gab den Blick auf das schwarze Epitaph frei, das die üppige Pracht zuvor zärtlich umhüllt und vor den Augen Nichtwissender verborgen hatte. Davor stand in Gedanken versu
nken der junge Ritter. Er hatte seine Rüstung nicht abgelegt, lediglich seine Handschuhe lagen auf dem Marmorgesims des steinernen Mals, und den Helm hielt er unter dem Arm.

Der prüfende Blick des Malers fiel auf die Farben des Brustpanzers. Sie zeigten geflammte rotgelbe Streifen, die ihn zunächst an das Wappen derTrencavel, das ruhmreiche Geschlecht der Vicomtes von Carcassonne, erinnerten, doch bei genauerem Hinsehen erkannte er ineinander verwobene Geparden und drachenähnliches Fabelgetier, das sich kunstvoll gegenläufig bewegte. Dererlei verspieltes Zeugs wurde in Paris angefertigt, seitdem die strenge Schule von Byzanz sich unter den Franken der Ornamentik des Orients geöffnet hatte. Der junge Ritter hatte den Meister weder gegrüßt noch aufgeschaut. Rinat imponierte dennoch die kühne Stirn über den weichen Zügen, umrahmt von verschwitzter dunkler Lockenpracht. Der Maler hätte gern die Augen gesehen, doch der Ritter hielt sie gesenkt hinter samtenen Lidern. Rinat Le Pulcin schluckte mit hörbarem Räuspern seine gekränkte Eitelkeit hinunter und packte Tiegel, zu Pulver zerstoßenen, gefärbten Kreidestein und Phiolen mit dickflüssigen Farben aus seinem Bündel. Er rührte die Töne an, die er in etwa brauchen würde, zum Aufhellen reichte die Zugabe von weißem Gipsmehl, zum Dunkeln zerstampfte Holzkohle. Die junge Dame hatte sich anfangs recht interessiert an den Vorbereitungen gezeigt, als verstünde sie etwas von Malerei, doch dann erging sie sich am Hang und ließ sich durch den lagernden Knappen in der Haltung vertreten, die sie dann wohl einzunehmen gedachte. Der Bursche fläzte zu Füßen des Ritters im Gras, den Kopf keck aufgestützt, die Pferde seiner Herrschaft lässig am Halfter, was ihn aber nicht hinderte, fest zu schlafen. Eines der Tiere schob seinen Kopf ins Bild und knabberte an seinem Ohr, der Knapp
e schlug die Augen auf und musterte Rinat kurz. Er dachte nicht daran, sein Maul zum Gruß zu öffnen, sondern schob nur die störende Pferdenase beiseite, bevor er wieder in seinen faulen Schlummer fiel.

Das Pferd würde also die linke Kante des Bildes begrenzen, oben erhob sich die Burg, doch was den Künstler störte, war die Position des Ritters. Er hätte ihn gern hinter den schwarzen Stein platziert, um den schwarzen Quader in die Mitte des Bildes zu rücken. So viel Freiheit zur Gestaltung müsste ihm ja wohl eingeräumt werden, wenn man ihn schon sonst nicht achtete. Er rief nach Gosset, der sich zur Dame am Hang gesellt und hinterlassen hatte, dass der Maler sich an ihn halten sollte, wenn er Fragen hätte.

»Cher clerc maudit«[5], diese Anrede nahm sich Rinat verärgert heraus, »verrückt den Stein oder die Burg, wenn sich sonst niemand bewegen mag.«

Da schaute ihn der junge Ritter freundlich an und befahl seinem Knappen: »Philipp, hack die Rückseite frei! Ich möchte hinter den Stein gewordenen Mittag treten, aber so, dass ich meiner Damna ins Auge schauen kann und auf mein Haupt kein Schatten fällt.«

Rinat bedankte sich mit einem Lächeln, das diesmal Erwiderung fand, während der Philipp geheißene Bursche sich erhob und der Satteltasche einen Krummsäbel, einen kostbaren Scimitar[6], entnahm.

»Damaszener Wertarbeit!«, stellte der Künstler anerkennend fest, während der junge Herr zur Seite trat und der Knappe auf das dornige Gestrüpp einhieb.

Inzwischen war Gosset, der Priester, herbeigekommen. Rinat zog es vor, jedem Vorwurf gleich die Spitze zu nehmen.

»Ich habe keine Frage gestellt«, begann er mutig ob der gerunzelten Augenbraue, doch der chevalier kam ihm zur Hilfe.

»Ich habe die Anweisung erteilt.&laq
uo;

Gosset fügte sich achselzuckend in die veränderte Lage. Glücklich schien er nicht. Unten, vom nicht einsehbaren Fuß des Burgbergs her, ertönten Gelächter und Gesang. Eine fröhliche Runde schien dort zu feiern. Gosset hob den Kopf und lauschte; sein Gesicht verfinsterte sich.

»E cels de Carcassona se son aparelhetz.

Lo jorn i ac mans colps e feritz e donetz

e, d’una part e d’autra, mortz e essanglentetz.

Motz crozatz I ac mortz e motz esglazietz·«[7]

Die Augen des Priesters suchten die seines Schutzbefohlenen, doch der junge Ritter interessierte sich nur noch für die Rückseite des schwarzen Epitaphs, das die Hiebe des Knappen jetzt freilegten.

»Peireiras e calabres an contral mur dressetz,

quel feron noit e jorn, e de lonc e de letz.

Lo vescoms, cant lo vi, contra lui es corrut

e tuit sei cavalier, que n’an gran gaug agut.« [8]

Die Taverne war in ihrem hinteren Teil in den Berghang getrieben, ein fensterloses Kellergewölbe, in das eine steile Treppe hinabführte. Der vordere Bereich diente als Stall für die Tiere, in den halbhohe Türen zumindest etwas Tageslicht fallen ließen. Die Luft war zum Schneiden, wenn auch die meisten der Zecher nicht mit Schwertern, sondern mit Bechern herumfuchtelten.

»Barò de Quéribus,

Xacbert de Barbera,

Leon de Combat!«[9]

Sie grölten laut den Refrain des Liedes, das von dem okzitanischen[10] Freiheitshelden Xacbert de Barbera[11] handelte, der, von den Franzosen aus der Heimat vertrieben, in der Fremde dem König Jaime von Aragon[12] dienen musste. Die Begeisterung für den Lion de Combat[13] geriet so lautstark, dass n
ur Wortfetzen zu verstehen waren. Es ging um Quéribus[14], seine uneinnehmbare Burg, die nur durch Verrat des Renegaten Oliver von Termes[15] in die Hände des Seneschalls[16] von Carcassonne gefallen war und somit in den Besitz der französischen Krone. Daran könne auch sein Freund Jaime, der Expugnador, nichts ändern. Doch eines schönen Tages würde er mit Xacbert über die Berge zurückkommen und die Okkupanten verjagen.

Der Lauten schlagende Troubadour, der mit...


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