Die Rose im Feuer

Folge X des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
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Roç und Yeza befinden sich in der Obhut des mongolischen Großkhans. Doch im Abendland wächst zunehmend der Widerstand gegen den Aufenthalt der Gralskinder im fernen Osten. Zu sehr beginnt man die Mongolen zu fürchten, die sich immer lauter damit brüs … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Rose im Feuer
Autor/en: Peter Berling

EAN: 9783943824100
Format:  EPUB ohne DRM
Folge X des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
hockebooks GmbH

20. Dezember 2013 - epub eBook - 151 Seiten

Beschreibung

Roç und Yeza befinden sich in der Obhut des mongolischen Großkhans. Doch im Abendland wächst zunehmend der Widerstand gegen den Aufenthalt der Gralskinder im fernen Osten. Zu sehr beginnt man die Mongolen zu fürchten, die sich immer lauter damit brüsten, die künftigen Herrscher der Welt zu kontrollieren. Die im Westen verbliebenen Verbündeten von Roç und Yeza schmieden einen furchtbaren Plan. Um die Gralskinder heimzuholen, soll deren Beschützer William von Roebruk, der im Mongolenreich zu Ehren gekommen ist, in Ungnade fallen. Tatsächlich scheint das Unterfangen zu gelingen, doch Roç und Yeza geraten in Alamut erneut in die Gefangenschaft der Assassinen. Dort plant der wahnsinnig gewordene Imam der Stadt ihre Hinrichtung - vor den Augen ihrer Retter sollen sie in einem Meer aus Blut vergehen. Doch die Mechanismen des Todes wenden sich gegen ihre Erschaffer und die Rose aus Eisen und Feuer, die Hochburg der Assassinen, versinkt in einem Feuersturm. Roç und Yeza können dank der Hilfe der Tempelritter entkommen, sie sind auf dem Weg nach Frankreich, zurück ins Land ihrer Herkunft ...

Ein spannender historischer Roman von Peter Berling, der gleichzeitig das große Epos »Die Kinder des Gral« aus der Zeit der Kreuzzüge als Teil X fortführt.

Portrait

Peter Berling wurde am 20. März 1934 in Meseritz geboren, in der ehemaligen Grenzmark Brandenburgs. Seine Eltern waren die Berliner Architekten und Poelzig-Schüler Max und Asta Berling. Jugend, Krieg und Gymnasium in Osnabrück (wohin die Familie 1938 umzog) und auf dem Internat Birklehof im Schwarzwald. 1954 Beginn eines Architektur-Studiums in München, Wechsel zur Akademie der Bildenden Künste, Tätigkeiten als Werbegrafiker, Reiseleiter, Konzertveranstalter, Musikverleger.
Angestoßen durch ...

Leseprobe

II
DIE NACHT DER VERSCHWÖRER


Unwillig zur Flucht


Aus Yezas geheimer Chronik

Ariqboga empfing mich diesmal in seinen Privatgemächern, einem großen quadratischen Raum, der von zwei mächtigen Kachelöfen beheizt wurde. Auf drei Seiten führten Treppen in ein weiteres Geschoss. Dort lagen wohl die Schlafräume. In der Mitte des Raumes hing ein Kronleuchter. Mehrere niedrige Tische standen locker in Hufeisenform angeordnet, umgeben von dicken Sitzkissen aus Leder. Die Fenster der Stirnseite reichten bis zum hölzernen Fußboden herab und gaben den Blick auf das Grün eines Innenhofes frei. Die farbige Holztäfelung und die bestickten Teppiche verliehen dem Raum eine heitere Wärme.

Der junge Khan trug diesmal eine bequeme Haustracht und ließ mir sofort aus den Stiefeln helfen und leichte Pantöffelchen reichen. Was mich erstaunte und sogar ein bisschen erschreckte, war die Tatsache, dass von allen seinen Weibern und Sklavinnen nur Shirat zugegen war. Ob er meine Absicht durchschaut hatte und mich auf die Probe stellen wollte? Ich änderte meine Taktik, die darauf abgestellt war, durch Zufall in die Nähe von Hamos Frau zu gelangen, und begrüßte sie diesmal mit größter Selbstverständlichkeit ganz herzlich, aber ohne Überraschung zu zeigen. Ich umarmte und küsste sie wie eine Schwester, noch bevor ich mich vor dem Hausherrn verneigte. So bedeutete ich, dass ich ihren Rang als Prinzessin kannte und gewillt war, sie in das Gespräch mit einzubeziehen, falls er gedachte, sie als Sklavin zu behandeln und wegzuschicken.

Ariqboga zeigte sich keineswegs missmutig darüber, und ich wunderte mich, mit welcher Selbstverständlichkeit Shirat an seiner Seite Platz nahm und sich sogar, so wollte es mir scheinen, an ihn schmiegte.

»Ich bedauere, dass Euer Herr und Königlicher Gemahl krank
darnieder liegt, und bin beschämt, dass Ihr meiner Einladung so viel Wert beigemessen habt, dass Ihr ihn allein gelassen habt.«

»Es ist keine Krankheit, mit der er nicht allein fertig wird«, entgegnete ich. »Wir sind als Königliches Paar gewohnt, Dingen von Wichtigkeit Vorrang vor privaten Wünschen zu geben.«

Damit hatte ich mich von der Gefahr der Nichtoffizialität befreit, die uns Frauen oft angedient wird, wenn wir ohne unsere Männer erscheinen. Lässt ein Mann dagegen für ein Gespräch seine Frau zu Hause, unterstreicht er damit nur, wie wichtig es ihm ist.

»Wir waren das letzte Mal dabei stehengeblieben«, begann ich also ohne Umschweife, »dass Ihr Euch überlegen wolltet, ob Ihr in personam[31] eine Gesandtschaftsmission in den Westen unternehmen wolltet, eine Reise, die gleichzeitig dazu dienen sollte, dass endlich einmal ein hochrangiges Mitglied des Herrscherhauses der Dschingiden persönlich Eindrücke vom Abendland und seinen Menschen gewinnt.«

»Ich habe mich mit meinen Brüdern darüber beraten«, seufzte Ariqboga. »Möngke hält es für unnötig, Hulagu für gefährlich, ›die Pläne des Il-Khans gefährdend‹, wie sich sein Kämmerer, dieser Dschuveni, ausdrückte –«

»Wie alle Renegaten[32] ein besonderer Hasser des Islam«, pflichtete ich ihm bei und erwartete einen Rückzieher. Aber Ariqboga war nicht gewillt, auf die letzte Chance zu verzichten, den ›Rest der Welt‹, in den Augen der Mongolen das letzte noch zu vergebende Territorium, zum Lehen zu machen.

»Hat sich Hulagu erst einmal in Marsch gesetzt«, schloss er richtig, »ist es zu spät für eine Friedensmission. Auch wird er nicht an der Westgrenze Persiens stehen bleiben.«

&ra
quo;Also?«, sagte ich keck.

»Also habe ich mich entschlossen, noch einmal beim Großkhan vorzusprechen. Aussicht auf Erfolg habe ich jedoch nur –«, er schickte mir einen merkwürdigen Blick – eine Mischung aus jungenhaftem Eifer und treuherziger Bitte, »– wenn ich diesmal auf Euch, das Königliche Paar, zählen kann. Ihr müsst offiziell erklären, dass Ihr diese Mission mit mir zusammen zu unternehmen wünscht!«

Ich schwieg, weil mir das nicht nur einleuchtend, sondern auch höchst verlockend erschien. Es würde uns an Crean und Alamut vorbei mit höchsten Ehren zurück ins Abendland bringen und machte als Friedensmission wirklich Sinn. Denn wir allein, Roç und ich, wären von niemandem ernsthaft erhört worden; unser Nimbus als ›Königliches Paar‹ war ein rein orientalischer.

Im heimatlichen Okzident der Kirche Roms, wo die Erben des Staufers und des Gral verfolgt wurden, waren wir ›die Ketzerbrut‹ und würden eher auf dem Scheiterhaufen enden als auf einem Thron. Auch mit William würde uns nicht viel Gehör zuteil werden; die Erfahrung hatten wir bereits hinter uns. Gut, inzwischen war der Franziskaner tatsächlich Gesandter des Königs von Frankreich geworden, und auch wir erfreuten uns der Gunst des Herrn Ludwig. Aber wenn wir mit Ariqboga, dem Bruder des Großkhans, aufträten, dann bekäme unser Wort endlich Gewicht. Außerdem stünden wir unter dem Schutz einer Gesandtschaft der Mongolen, und diese Sicherheit war für mich ausschlaggebend. Ich konnte ja niemandem sagen, wie leid ich es war, um mich und meinen Liebsten zu zittern, während ich nach außen die kühne, kühle Heldin spielte, aber ständig wie gejagtes Wild die Witterung aufnahm, auf Fallen achtete und das Gehölz mied, weil hinter jedem Busch neue Gefahren lauerten.

»Ja«, sagte ich, »das scheint mir eine gute Idee zu sein. Und ich bin sicher, dass auch mein König es so sehen wird. «

»Sprecht außer mit ihm mit niemandem darüber, bis ich Euch selbst zu Möngke bringe. Dieser Plan wird vielen nicht passen!«

»Nein«, antwortete ich, »denn er ist die einzige Aussicht auf eine friedliche Lösung. Und nichts wird mehr bekämpft als der Friede.«

»Dann will ich Euch jetzt mit Eurer alten Freundin Shirat allein lassen, denn sicher ist dies Euer Wunsch, meine Königin.«

Ich nickte erfreut, hatte ich ihre Anwesenheit doch fast vergessen. Lächelnd setzte Ariqboga hinzu: »Macht sie mir nicht abspenstig. Shirat ist mir mehr als eine Ehefrau ans Herz gewachsen, und ich wache eifersüchtig über sie wie ein Drache aus Cathai.«

»Ich denke«, tastete ich mich vorsichtig vor, »es könnte zu spät werden, um noch in der Nacht heimzukehren –«

»Das haben wir uns auch gedacht«, sprach Shirat da. »Wir haben dir schon ein Bett bereitet.«

»Ich sehe Euch zum Essen«, verabschiedete sich Ariqboga, und wir verneigten uns voreinander.

L. S.

Im Haman des Steinhauses hatten Roç und sein Gast schon wieder die Kleider angelegt, als Barzo vorbeischaute. Er schien ziemlich verstört, und nur langsam brachte Crean aus ihm heraus, was vorgefallen war. William hatte in der Nacht einen Krankenbesuch bei Jonas, dem Archidiakon der Nestorianer, gemacht und ihn zwar nicht bei bester Gesundheit, aber lebend angetroffen. »Und das auch nur«, brach es aus dem kleinen Franziskaner heraus, »weil der Kranke auf Anraten von William einen Gifttrank des armenischen Mönches nicht angerührt hat. Weil er selbst sich ins Bett begeben wollte, schickte William auf dem Heimweg seinen
Diener Philipp in der Kirche vorbei, damit der den dort Wartenden von der Genesung ihres Archidiakons berichtete. In der Kirche war aber auch der Mönch. Als der Philipps frohe Botschaft hörte, wurde er kreideweiß. Wütend beschuldigte dieser falsche armenische Priester den William von Roebruk der Lüge und zog eilends wie in einer Spring-Prozession mit allen Nestorianern – Kreuz voraus, Fahnen und Weihrauchkessel schwenkend – zum Haus des Archidiakons. Dort angekommen stürmte er in das Krankenzimmer, beschimpfte den Jonas als Judas und zwang ihn auf der Stelle, den Schierlingsbecher mit dem geweihten Heiltrank zu trinken und ihn, Sergius, ›mit letzten Worten‹ zu seinem Nachfolger zu bestimmen. Der Armenier kniete vor dem Bett des Sterbenden nieder, gab reuig vor, sich zum nestorianischen Glauben zu bekennen, und ließ sich von Jonas in die Kirche aufnehmen. Die anwesenden Priester fielen auf die Farce herein; sie verneigten sich ehrfürchtig vor ihrem neuen Oberhaupt, während bei Jonas die Todeskrämpfe einsetzten. Dann begleiteten die Nestorianer den neuen Archidiakon, der sich nun ›Archimandrit‹ nennt, zurück zu unserer Jurte, wo er jedoch nicht länger bleiben will, denn schon heute Abend wird er in dem Bett schlafen, aus dem er den verstorbenen Jonas hinausbefördert hat.«

»Amen«, sagte Crean. »Damit ist dem William von Roebruk ein ernst zu nehmender Rivale in der Wahl zum Patriarchen von Karakorum entstanden. Pax et bonum[33], wie ihr Minoriten zu sagen pflegt.«

Die Sichel des Mondes stand schmal über Karakorum und dem Palast des Großkhans. Im Prinzenflügel, den Ariqboga, der jüngste der Khanbrüder, bewohnte, flackerte noch ein Licht.

Shirat hatte für Yeza ein Lager in ihrem Zimmer aufschlagen lassen, aber die jungen Frauen lagen bäuchlings auf der breiten Lieg
e der Favoritin; Kopf an Kopf flüsterten sie auf arabisch, ein heimatlicher Klang, den die Mamelukenprinzessin lange vermisst hatte.

»Wäre da nicht das ungewisse Schicksal unseres Kindes, ein Vorwurf, der Tag und Nacht an mir nagt –«

»Den Vorwurf muss sich eher Hamo machen«, sagte Yeza leise, »der dich alleine übers Meer reisen ließ.«

»Es war Leichtsinn, Yeza«, erwiderte Shirat hart und schaute durch den Fensterbogen hinauf zu dem Mond, vor dem Wölkchen vorüberzogen. »Und ich habe bitter dafür bezahlt. Am wenigsten hier, bei Ariqboga, der mich – nachdem er den Widerstand einer Sklavin gleich nach meiner Ankunft aus mir herausgeprügelt hatte – von da an immer besser...


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