Das Haupt des Drachens

Folge XVI des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
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Roç und Yeza ist die Flucht aus Jerusalem gelungen, sie haben die Stadt, die in Hass zerfällt, hinter sich gelassen. Sie ziehen mit einer Karawane des Sultans von Damaskus, die den größten Teppich der Welt an die Truppen des Großkhans als Friedensang … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das Haupt des Drachens
Autor/en: Peter Berling

EAN: 9783943824162
Format:  EPUB ohne DRM
Folge XVI des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
hockebooks GmbH

13. Februar 2014 - epub eBook - 140 Seiten

Beschreibung

Roç und Yeza ist die Flucht aus Jerusalem gelungen, sie haben die Stadt, die in Hass zerfällt, hinter sich gelassen. Sie ziehen mit einer Karawane des Sultans von Damaskus, die den größten Teppich der Welt an die Truppen des Großkhans als Friedensangebot überbringen soll. Doch die Karawane wird von einem Emir überfallen, erneut werden Roç und Yeza getrennt. Während Roç seine Zeit mit leichtlebigen Abenteuern vertändelt, entbrennt um Yezas Gunst ein blutiger Balztanz, erst in der Oase von Palmyra findet sie Frieden und Ruhe vor ihren Verehrern. Inzwischen haben die mongolischen Truppen, die ihnen den Thron zur Welt ermöglichen sollen, das Land verwüstet, auch Palmyra bleibt davon nicht verschont. So wartet Yeza nur auf Roç, um dem Großkhan mitzuteilen, dass »Die Kinder des Gral« den angebotenen Thron nicht besteigen wollen. Dann aber erreicht sie Nachricht aus Karakorum: Der Großkhan ist tot ...

Ein spannender historischer Roman von Peter Berling, der gleichzeitig das große Epos »Die Kinder des Gral« aus der Zeit der Kreuzzüge als Teil XVI fortführt.

Portrait

Peter Berling wurde am 20. März 1934 in Meseritz geboren, in der ehemaligen Grenzmark Brandenburgs. Seine Eltern waren die Berliner Architekten und Poelzig-Schüler Max und Asta Berling. Jugend, Krieg und Gymnasium in Osnabrück (wohin die Familie 1938 umzog) und auf dem Internat Birklehof im Schwarzwald. 1954 Beginn eines Architektur-Studiums in München, Wechsel zur Akademie der Bildenden Künste, Tätigkeiten als Werbegrafiker, Reiseleiter, Konzertveranstalter, Musikverleger.
Angestoßen durch ...

Leseprobe

II
›ZUM LETZTEN NAGEL‹


Der süße Rausch des Sufi[62]


Die Altstadt von Jerusalem war nicht so zerstört, dass sich kein Leben mehr in den Ruinen zeigte, nur verspürten die dort immer noch ausharrenden Bewohner keinerlei Anreiz, mehr als ein Dach überm Kopf wieder herzurichten, denn solange die einst so beeindruckenden Stadtmauern in Trümmern lagen, mehr Breschen als Tore aufwiesen, waren sie jederzeit neuen Überfällen preisgegeben. Ein wild zusammengewürfeltes Bevölkerungsgemisch. Meist aramäische[63], aber auch koptische[64] Christen, alteingesessene Juden und zögernd zugezogene Muslime hatten sich in ihren – jetzt noch schwerer zugänglichen – Quartieren verschanzt, die geborstenen Pfosten verlassener Häuser und das verkohlte Balkenwerk ihrer Dächer dazu benutzt, die engen Straßen in ein unüberschaubares Labyrinth zu verwandeln, dessen Zugänge nur Eingeweihten vertraut waren. Anhänger der christlichen Kirchen, vorwiegend orthodoxe Griechen, aber auch viele Armenier – die Lateiner Roms waren in der Minderzahl – bildeten nach wie vor die größte Gemeinde, doch waren sie untereinander heftiger verstritten, als sie mit den Vertretern der anderen Glaubensrichtungen in Fehde lagen. So kam es, dass William von Roebruk, wenn er einmal die Woche seine Turmklause auf dem Montjoie verließ, um seine Freunde in der ›Stadt‹ zu besuchen, seine Schritte ins jüdische Viertel lenkte. In der Taverne »Zum letzten Nagel« hatte Josh ›der Zimmermann‹[65] das Regiment übernommen, die Weinbestände stammten allerdings aus den Kellern des Patriarchen. Der war vor dem letzten großen Angriff nach Akkon geflohen, ein eingestürztes Gewölbe hatte den Weg zu den kostbaren Fässern verschüttet. Der Zimmermann
und sein Freund und Stammgast David der Templer[66] hatten von der benachbarten Taverne aus in mühseliger Wühlarbeit einen Tunnel gegraben. Weitere Kosten für die teuren Jahrgänge, allesamt aus der Bourgogne per Schiff herbeigeschafft, entstanden den Freunden nicht. Der dritte im Bunde war Jalal al-Sufi, ein quirliger Derwisch[67], der seine Gefährten auch bei unpassender Gelegenheit mit den poetischen Ergüssen seines heiß verehrten Meisters Jalaluddin Rumi[68] beglückte. Der schmächtige Jalal geriet dabei nicht selten in derartige Verzückung, dass er sich kreiselnd zu drehen begann bis hin zum Zustand völliger Trance. David von Bosra hatte den linken Arm in der Schlacht verloren – angeblich auf der Flucht. Wegen dieser undurchsichtigen Verfehlung war er zwar nicht aus den Reihen der Tempelritter[69] ausgeschlossen worden, aber man hatte ihn zur Buße in die vom Orden längst aufgegebene Stadt abkommandiert, damit er dort den Flügel der Al-Aqsa-Moschee bewachen sollte, der das ursprüngliche Ordenshaus, die Keimzelle der kämpferischen Bruderschaft, beherbergte, von dem sie auch ihren Namen herleitete. Doch davon stand nur noch die ausgebrannte Fassade, und kein Muslim dachte auch nur im Traum daran, diesen Teil des ›Tempels‹ wieder herzurichten. Mit dem Lauf der Jahre hatte man David vergessen, und der einsame Templer legte seine Bußübungen in die Hände des Zimmermanns und suchte das Vergessen seiner Schuld in der Taverne ›Zum letzten Nagel‹. Joshua war eigentlich ein überzeugter und beschlagener Kabbalist[70], der sich in der Grotte nur deswegen eingenistet hatte, weil sie leer stand und weil er dort seine Freunde bewirten konnte. Andere Gäste verirrten sich dorthin nie, obgleich Joshua ein weithin sichtbares Schild über dem schmalen Einlass angebracht hatte, das auf diesen Ort zur Einkeh
r hinwies. Als Zimmermann hätte er noch weniger Arbeit gefunden. Die in Jerusalem verbliebenen Einwohner waren arm und zimmerten sich ihre notdürftigen Verschläge selber. Als William von Roebruk schließlich in der Taverne eintraf, wurde er vom Patron lediglich mit einem geknurrten »Endlich langt er an, unser vierter Mann!« begrüßt, in das David, der einarmige Templer, willig einfiel: »Schande über Euch, säumiger Meister des verruchten Spiels!«, während Jalal al-Sufi dem Langerwarteten sein Kommen gern versüßte: »Willkommen oberster Priester des allerhöchsten Wesens und sein niederster Adept[71] zugleich!«

Der Franziskaner musste gar nicht erst hinschauen, er wusste, dass auf der Platte des blank gescheuerten Tisches bereits die Pyramide aus den feingeschliffenen, kunstvoll mit mystischen Symbolen bemalten Stäbchen sich erhob, bereit zum Anstich, dem Beginn des ›Wesen-Spiels‹, das die Freunde bei jeder sich bietenden Gelegenheit vereinte. William spielte es gern, sogar mit Leidenschaft. Zur wahren Meisterschaft hatte er es – entgegen der blumigen Ankündigung des Derwischs – nie gebracht. Um diese Krone wetteiferten eher Jalal al-Sufi selbst oder der geniale Joshua. David war ein verlässlicher, aber durchschnittlicher Spieler. Für sich konnte William nur einige – durch Tollkühnheit bedingte – Sternstunden in Anspruch nehmen, leicht aufgewogen durch etliche verheerende Niederlagen. Doch heute stürzte er sich keineswegs, wie von seinen Mitspielern erwartet, in das sofortige Austeilen der ersten Runde, sondern warf den Freunden den Knochen vor, an dem er seit dem Besuch des Lorenz von Orta nagte.

»Roç und Yeza sollen wieder aufgetaucht sein!«, schnaufte er, kaum, dass er seinen massigen Körper auf die Bank fallen ließ. »Im Norden Syriens will man unse
re kleinen Könige gesehen haben – von diesem Gerücht berichtete mir mein Gewährsmann aus Antioch!« William ließ alle seine Zweifel spüren, und die Reaktion fiel auch sehr unterschiedlich aus.

»Ein Schritt hin zu dem Sehnen unserer Herzen« – jubelte Jalal und sprang auf den Tisch, dass die Stäbchen in der Pyramide erzitterten und das kunstvolle Gebilde Risse bekam – »ist ein Schritt hin zu dem Geliebten!«

Die ersten Stäbchen verrutschten, was Joshua mit bedenklichen Falten auf der Stirn quittierte. »Augenzeugen gibt es also nicht?«, dämpfte er die Freude des Derwischs, den er mit festem Griff an der Fußfessel nötigte, wieder vom Tisch auf die Bank hinabzusteigen, was Jalal aber nicht hinderte, weiter zu juchzen. »Wenn der einzig Geliebte sich zeigen will, dann weiß er auch den Weg –«

»Gewiss!«, grummelte Josh der Zimmermann. »Aber was besagt das für uns?«

William hielt sich zurück.

»Wir müssen die Augen aufhalten«, antwortete ihm David und goss sich aus dem Kruge vom Wein nach.

»Unsere Herzen!«, verbesserte ihn Jalal al-Sufi leuchtenden Auges und hielt ihm seinen leeren Becher hin. Der Templer ließ sich nicht beirren. »Wenn dem so wäre, würde ich es als Zeichen nehmen, dass meine Zeit der Buße hier ein Ende hat.« Er hob seinen Pokal. »Ich bin bereit, dem Königlichen Paar zu folgen, wohin immer es mich führen mag!« Er trank William und dann auch Joshua zu.

»Denkt nicht«, raunzte ihn der Zimmermann an, »dass mein Herz sich der Freude verschließt.« Und in seiner bedächtigen Art setzte er leise hinzu: »Ohne euch macht mir das Warten auf das Ende meiner Tage im ›Letzten Nagel‹ wenig Sinn. Also
werde ich mit euch gehen.« Seine breiten Hände schoben die von Jalal ramponierte Stäbchenpyramide wieder in die rechte Form. »Weil wir aber dann vielleicht nur noch selten so zusammensitzen werden, lasst uns jetzt mit dem Spiel beginnen«, forderte er die Freunde auf, »manchmal geben die ›Drachen des Wesens‹ auch Hinweise auf das, was unserem Auge noch verborgen!«

»Der wahrhaft Gläubige ist dem Hoffenden gegenüber in dem Vorteil, dass er keine Enttäuschung zu befürchten hat«, sagte William und begann die ersten Stäbchen reihum auszuteilen.

Auf der wichtigsten Straße Syriens, die von Aleppo über Homs nach Damaskus führt, lagerte kurz hinter Hama das Heer der Mongolen. Den stark belebten Handelsweg selbst, Teil des Mündungsdeltas der alten Seidenstraße, hatten sie offen gelassen, die angrenzenden Dörfer verschont, um bei der Bevölkerung keine ungute Stimmung gegen sich aufkommen zu lassen, denn sie wünschten als Friedensbringer empfangen zu werden, als Stifter von Recht und Ordnung, so wie sie die Heilsbotschaft ihrer pax Mongolica sahen, und nicht als barbarische Eroberer. Dass sie ihre Verpflegung mit Geldern aus den bereits vollzogenen Beutezügen bezahlten, störte sie ebenso wenig wie die herbeiströmenden Karawanen, die ihnen bereitwillig alles zur Versorgung des Heeres Notwendige andienten.

Der alte Kitbogha, Oberkommandierender des Heeres, hatte seinen jüngsten Spross und – wie es Spätgeborenen oft beschieden – erklärten Liebling Baitschu dabei ertappt, wie er teilnahmslos zusah, dass andere Kinder des Feldlagers den wehrlosen Atabeg hänselten. Er rief ihn sofort an seine Seite.

»Er hat den erhabenen Il-Khan belogen!«, rechtfertigte sich der Knabe.

Sein Erzeuger war großmütig gestimmt. »Er hat vielleicht den Mund e
twas zu voll genommen«, milderte er das Verdikt ab, was den Sprössling jedoch ermutigte, scherzend hinzuzufügen:

»Sonst wär er nicht so fett!«

Dafür handelte er sich einen Stüber ein. »Gefangene verspottet man nicht!« Kitbogha besann sich kurz. »Du kannst sie über die Klinge springen lassen oder in die Sklaverei verkaufen, aber keine Scherze mit ihnen treiben.«

Das leuchtete Baitschu am Beispiel des armen Lulu zwar keineswegs ein, doch er war nachsichtig mit seinem betagten Vater und wechselte schnell das Thema. »Sagt mir, Herr Vater, was hat es mit dem Königlichen Paar auf sich, dessen Thron wir getreulich mit uns führen, das sich aber uns Mongolen nicht zeigt? Zumindest ich habe die Könige noch...


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