Schicksal am Nil

Folge VI des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
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Roç und Yeza sind ebenso wie der französische König Ludwig in die Gefangenschaft des Sultans von Kairo geraten. Doch dessen Triumph ist nur von kurzer Dauer. Die Mameluken, die Leibgarde des Sultans, putschen im Zuge der Freilassungsverhandlungen für … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Schicksal am Nil
Autor/en: Peter Berling

EAN: 9783943824056
Format:  EPUB ohne DRM
Folge VI des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
hockebooks GmbH

20. Dezember 2013 - epub eBook - 173 Seiten

Beschreibung

Roç und Yeza sind ebenso wie der französische König Ludwig in die Gefangenschaft des Sultans von Kairo geraten. Doch dessen Triumph ist nur von kurzer Dauer. Die Mameluken, die Leibgarde des Sultans, putschen im Zuge der Freilassungsverhandlungen für Ludwig und präsentieren dem hochstehenden Gefangenen stolz den Kopf des Sultans. Ohnehin genießen sowohl die Gralskinder, als auch Ludwig ungeahnte Freiheiten - sie können sich in Ägypten frei bewegen. Nichts kommt Roç und Yeza gelegener, denn die Königlichen Kinder sind gereift, langsam werden sie sich ihres Status bewusst und beide spüren in sich den Wunsch, ihre Entscheidungen nun endlich selbst zu treffen. Doch auch diese vermeintliche Freiheit hat ihren Preis. Denn Ludwig träumt schon lange davon, seine eigene Blutlinie aufzuwerten. Eine Vereinigung mit Yeza, die aus der Linie des heiligen Grals stammt, würde seinen Anspruch auf Macht unwiderruflich untermauern. In der Großen Pyramide soll diese Zeremonie vollzogen werden. Nur mit knapper Not kann Yeza dem König entkommen, sie flüchtet in die Arme ihres Bruders ...

Ein spannender historischer Roman von Peter Berling, der gleichzeitig das große Epos »Die Kinder des Gral« aus der Zeit der Kreuzzüge als Teil VI fortführt.

Portrait

Peter Berling wurde am 20. März 1934 in Meseritz geboren, in der ehemaligen Grenzmark Brandenburgs. Seine Eltern waren die Berliner Architekten und Poelzig-Schüler Max und Asta Berling. Jugend, Krieg und Gymnasium in Osnabrück (wohin die Familie 1938 umzog) und auf dem Internat Birklehof im Schwarzwald. 1954 Beginn eines Architektur-Studiums in München, Wechsel zur Akademie der Bildenden Künste, Tätigkeiten als Werbegrafiker, Reiseleiter, Konzertveranstalter, Musikverleger.
Angestoßen durch ...

Leseprobe

II
DER BRENNENDE TURM


Einer springt über die Klinge


Diarium des Jean de Joinville

Auf dem Nil, den 6. April A.D. 1250

In meinen nächtlichen Fieberträumen erlebte ich mit, wie die geschlossene Templerflottille an uns allen vorbei und auch vom Feind unbelästigt mit hartem Ruderschlag nach Norden entschwand. Dann gerieten wir dahintreibend plötzlich in einen Strudel, der uns unweigerlich auf die Seite drückte, wo die ägyptischen Galeeren auf uns lauerten.

Das veranlasste die Soldaten, die der König zu unserem Schutz in die leichteren Ruderboote befohlen hatte, uns schlagartig zu verlassen und sich ebenfalls gen Damiette abzusetzen. Mit Mühe gelang es unseren Matrosen, den Wirbeln entgegenzusteuern, aber mit dem Morgen kam ein frischer Wind von der Küste und blies derart stark, dass wir auch bei gerefften Segeln von der Strömung nicht mehr mitgenommen wurden, sondern wie festgenagelt auf dem Fluss schaukelten.

An Land, das gesamte jenseitige Ufer entlang, tauchten jetzt Banden von Beduinen auf, die wie Schakale mit jedem Schiff von uns mitliefen, das den Kampf mit dem Wind aufgab. Sie mussten keinen Finger rühren, die Beute trieb ihnen unweigerlich in die Arme und damit ins sichere Verderben. Ich konnte mit ansehen, wie sie sich der ersten Boote annahmen.

Sie machten die Besatzung auf der Stelle nieder, warfen die Körper ins Wasser und bargen die Kisten und Körbe, das Fluchtgepäck der Erschlagenen. Es schien mir fast wie eine Erlösung, dass wir uns jetzt der Höhe näherten, an der die Blockadestreitmacht des Sultans sich postiert hatte. Von ihren Galeeren gefangen zu werden, schien mir mehr Überlebenschancen zu bieten, als den Beduinen in die Hände zu fallen. Doch meine Bootsleute fürchteten sie mehr als die Teufel am Ufer.

Ich musste sie mit blanker Waffe zwingen, jetzt den An
ker zu werfen. Mein Koch drehte durch und schrie: »Sollen sie uns doch erschlagen, dann kommen wir ins Paradies!«

Ich war mir da nicht so sicher und erleichterte meine sündige Seele erst mal, indem ich meine Truhen mit Gold und Juwelen über Bord warf und auch meine kostbarsten Reliquien. Sie versanken in den lehmigen Fluten. Mein Priester, der alte Dean of Manrupt, sah fassungslos zu.

»Immer noch besser als den Heiden in die Finger!« tröstete ich ihn, und er sagte:

»Mein Herr de Joinville, dem ich so lange dienen durfte, Ihr solltet Euch als Cousin des Königs ausgeben, um wenigstens Euer Leben zu retten. Ich gebe meines in die Hände des Herrn Jesus Christus!«

Von der vordersten ägyptischen Galeere, die jetzt auf uns zuschoss wie zum Rammstoß, rief ein Mann auf französisch:

»Wer mit der Waffe in der Hand angetroffen wird, ist des Todes. Ergebt Euch! «

Da warfen alle meine Leute ihre Schwerter weg, und ich stellte mich vor sie, als die hochbordige Galeere längsschiffs ging. Die Sarazenen warfen mir ein Tau herab, das ich ergriff. Vor Schwäche wäre ich ins Wasser gestürzt, hätten nicht hilfreiche Hände mich hochgezogen. Ich stolperte an Deck, wurde niedergeworfen, mein Brustpanzer abgerissen und mir ein Dolch an die Kehle gesetzt.

»Ich bin der Vetter des Königs!« röchelte ich, und sie ließen von mir ab und führten mich zum befestigten Heck, wo mich der Admiral der Flottille erwartete.

Bevor er mich befragte, ließ er mir ein Gewand und einen Gürtel reichen und auch einen bitteren Trank, der meinem Kopf sehr wohl tat. Dann fragte er mich durch den Dolmetscher, der vom Hofe Kaiser Friedrichs zu Parlemo war, ob ich tatsächlich mit dem König von Frankreich verwandt sei. Ich dachte, die Lügerei macht keinen Sinn und sagte:

»Ich glau
be nicht, aber sicher ist meine Frau Mutter eine Base des Staufers!«

Da umarmte mich der Admiral und rief aus: »Jeder Freund des großen Kaisers ist unser Freund!«, und sie gaben mir erst mal reichlich zu essen.

Inzwischen hatten die anderen Galeeren auch die übrigen von unseren im Strom ankernden Schiffen geholt. Sie trennten die Ritter, soweit sie einigermaßen gesund aussahen, von den Gemeinen, worunter sie auch die Priester warfen. Uns von Stand und Adel behielten sie an Bord, während der Rest angelandet wurde.

Ich musste mit ansehen, wie mein alter Dean of Manrupt strauchelte, er war ja krank wie ich, wenn nicht schlimmer, sie schlugen ihm mit einer Keule den Schädel ein und warfen seinen Körper in den Fluss. Ich protestierte bei dem Admiral, der mir antworten ließ, es handele sich in diesen Fällen nur um eine Abkürzung der Leiden, die doch zum Tode führten – und für einen Priester der Christen, der ja annimmt, dass sein Herr für ihn am Kreuz gestorben sei, sei es nur billig, wenn er es ihm vergelte, indem er nun für seinen Herrn stürbe.

Der Sarazene fügte aber rasch hinzu: »Für Euch, mein Graf, gilt jedoch das Wort des großen Sultans Saladin: ›Du sollst keinen Mann töten, wenn du Brot und Salz mit ihm geteilt.‹«

Das beruhigte mich und meine Ritter, die sich ebenfalls satt gegessen hatten, denn wir wurden nun auch an Land gebracht. Ich wurde auf einen Zelter gesetzt und durfte neben dem Admiral reiten, was beides eine besondere Auszeichnung darstellte, denn meine Gefährten mussten in langer Kette aneinander gefesselt zu Fuß den Marsch in die Gefangenschaft antreten.

Durch den Dolmetscher, der neben uns herlief, wies mich der Admiral darauf hin, dass es meinen Leuten nicht erspart bleiben würde – ich sei sicher als Neffe des großen Kaisers davon ausgenom
men –, ihrem christlichen Glauben abzuschwören.

Ich warnte ihn. »Schenkt solchen Schwüren keinen Glauben, denn so leichtfertig wie jemand sich seines Glaubens entgibt, verrät er auch den angenommenen. Oder«, fügte ich hinzu, »wie Saladin sagte: ›Nie sah ich einen Christen einen guten Moslem werden, noch ist je aus einem Moslem ein guter Christ geworden.‹«

Wir erreichten Mansurah und wurden an der »Siegreichen« vorbei, mir fiel die Bedeutung ihres Namens wieder ein – uns hatte der Ort nur Unglück gebracht! –, in ein eigens für uns errichtetes Lager geführt, wo er uns ablieferte.

Ich bedankte mich für die korrekte Behandlung, und er sagte nur: »Dankt Eurem Kaiser!«

Das Lager, nicht weit von den Gärten des Sultans am Nil, bestand aus mehreren Gevierten, getrennt durch mannshohe Lehmmauern. Es ähnelte einem Gatter für Schafe, und mehr als zehntausend Männer waren wohl darin eingepfercht. Immer ein Dutzend wurde von den Wachen durch ein Tor in den nächsten dieser Innenhöfe getrieben, wo sie aufgefordert wurden, ihrem Glauben abzuschwören. Wer sich weigerte, dem wurde sogleich der Kopf abgeschlagen. Die Entsetzensschreie der Unglücklichen waren über die Mauern zu hören.

Mir blieb diese Prozedur erspart, der sarazenische Dolmetscher holte mich heraus und geleitete mich in einen Pavillon. Hier waren die meisten unserer Heerführer untergebracht, und ich wurde mit Freudenschreien begrüßt, weil keiner erwartet hatte, mich noch unter den Lebenden zu finden.

Wir umarmten uns alle in der Wiedersehensfreude, und es hieß, der König sei auch in der Nähe, in einem gesonderten Pavillon. Dann kamen Hofbeamte des Sultans und wollten von uns wissen, wer unser Sprecher sei, dem sie die Botschaft ihres Herrn ausrichten könnten. Wir bestimmten de
n Grafen Peter von der Bretagne.

Zu meinem Erstaunen trat nun mein Sekretarius William von Roebruk als Dolmetscher auf, er war mit einer kostbaren Djellaba bekleidet und schien sich bester Reputation zu erfreuen. Er feixte mir schnell zu, bevor er mit der Übersetzung begann. Er stellte uns den Oberhofschreiber Baha Zuhair vor, den er dann folgendes sagen ließ:

»Mein Herr, der erhabene Sultan, lässt Euch als erstes durch mich fragen, ob es Euer Wunsch ist, die Freiheit wiederzuerlangen?«

Graf Peter bestätigte dies gern, und William fuhr fort:

»Was seid Ihr bereit, dem Sultan dafür zu geben?«

»Alles, was in unserer Macht steht«, antwortete der Graf, »und sofern es ein billiges Ansinnen ist.«

»Würdet Ihr uns«, lautete die nächste Frage, »etliche der Kreuzfahrerburgen aushändigen, die sich im Besitz der Barone von Outremer befinden?«

Der Graf entgegnete: »Darüber haben wir keine Verfügungsgewalt – noch die Barone, denn alle festen Plätze sind Lehen des Kaisers.«

Das schien dem Oberhofschreiber Eindruck zu machen, aber er insistierte. »Wollt Ihr denn wenigstens, um Eurer Freiheit willen, einige Festen der Templer oder der Johanniter übergeben?«

Wieder musste der Graf verneinen. »Das ist nicht durchführbar, denn jeder Ordenskomtur muss bei der Übernahme seines Amtes auf die Bibel schwören, dass er niemals die ihm anvertraute Burg dafür hergäbe, um jemanden aus der Gefangenschaft zu lösen – und wenn’s der Kaiser selbst wäre!«

Da sagte Baha Zuhair durch Williams Zunge, er habe nicht den Eindruck gewonnen, wir hätten das Verlangen freizukommen, und so sei es ja nur rechtens und billig, wenn wir jetzt dem Schwert überantwortet würden.

Sprach’s und schritt von da
nnen, gefolgt von meinem Sekretarius, der nun nicht mehr grinste. Dafür drängte jetzt ein Schwarm junger Sarazenen in unseren Pavillon, sie waren teilweise noch im Knabenalter, aber sie fuchtelten wie wild mit ihren scharfen Schimtars vor unseren Nasen herum.

Mir fiel auf, dass die gefährlichen Krummsäbel allesamt reich verziert, ziseliert und versilbert waren, auch die Kleidung der Jungen war kostbar und mit des Sultans Emblem bestickt.

»Das sind die halca«, flüsterte mir einer der Barone von Outremer zu, »des...


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