Die Braut von Palermo

Folge XIII des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
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Roç und Yeza sind unterwegs nach Jerusalem, um dort den Thron als Weltfriedenskönige zu besteigen. Vor Sizilien aber geraten sie erneut in die tückischen Machtspiele der Mächtigen, allen voran Manfred, ein Bastardsohn des verstorbenen Stauferkaisers … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Die Braut von Palermo
Autor/en: Peter Berling

EAN: 9783943824131
Format:  EPUB ohne DRM
Folge XIII des 17-bändigen Kreuzzug-Epos Die Kinder des Gral.
hockebooks GmbH

3. Januar 2014 - epub eBook - 144 Seiten

Beschreibung

Roç und Yeza sind unterwegs nach Jerusalem, um dort den Thron als Weltfriedenskönige zu besteigen. Vor Sizilien aber geraten sie erneut in die tückischen Machtspiele der Mächtigen, allen voran Manfred, ein Bastardsohn des verstorbenen Stauferkaisers Friedrich II. Manfred giert nach der Krone von Byzanz, jedes Mittel ist ihm recht. Als die Gralskinder erfahren, dass sich auch ihr alter Freund William von Roebruk in Sizilien befindet, laufen sie die Insel an. Doch anstelle der erhofften Vorbereitung auf ihre Rolle als Friedensherrscher verlieren sie sich in einem Strudel aus Drogen, Gewalt, Giftmischerei und amourösen Verwicklungen, die auch Roç und Yeza voneinander wegtreiben.
Dann aber wird Yeza, die sich mit einem Freibeuter eingelassen hat, vor der Küste Salernos von der Templerflotte aufgebracht, sie soll in Rom dem rachsüchtigen Papst überbracht werden. Alle Hoffnungen auf Rettung ruhen nun bei William von Roebruk, dem Franziskaner und langjährigen Beschützer der »Kinder des Gral« ...

Ein spannender historischer Roman von Peter Berling, der gleichzeitig das große Epos »Die Kinder des Gral« aus der Zeit der Kreuzzüge als Teil XIII fortführt.

Portrait

Peter Berling wurde am 20. März 1934 in Meseritz geboren, in der ehemaligen Grenzmark Brandenburgs. Seine Eltern waren die Berliner Architekten und Poelzig-Schüler Max und Asta Berling. Jugend, Krieg und Gymnasium in Osnabrück (wohin die Familie 1938 umzog) und auf dem Internat Birklehof im Schwarzwald. 1954 Beginn eines Architektur-Studiums in München, Wechsel zur Akademie der Bildenden Künste, Tätigkeiten als Werbegrafiker, Reiseleiter, Konzertveranstalter, Musikverleger.
Angestoßen durch ...

Leseprobe

I
VON FERNEN INSELN


Vor Hellas wird gewarnt


Der mächtige Dom von Palermo wies bis auf die von zwei Türmen eingefasste Stirnseite, die noch an die schlichte Art seiner normannischen Erbauer erinnerte, nirgendwo mehr auf den Einfluss der imperialen Staufer hin, als an der von dem prächtigen Portikus beherrschten Flanke. Die Schwaben hatten die fremde Bauhütte und ihre Meister aus dem Norden geholt zur Verwirklichung des uralten Traumes vom lieblichen Süden; hier wollten sie ihr Leben genießen, hier sollten ihre Gebeine ruhen. Eine Liebe, die eher von den noch immer präsenten Sarazenen[1] erwidert wurde als von der noblen Verwandtschaft der letzten Normannenprinzessin, die in ihrem Herzen nie staufische Kaiserin wurde. Johannes von Procida, der schon ihrem einzig geliebten Sohn Friedrich als Leibarzt gedient hatte, war sich der Problematik bewusster als Manfred, sein junger Herr, auf den er seine Treue zum kaiserlichen Hause übertragen hatte.

Der Kanzler zog es vor, durch eine Seitentür der Stirnseite nahezu ungesehen in das düstere Innere der Kathedrale zu schlüpfen. Ähnlich hatte es auch der hohe kirchliche Würdenträger gehalten, mit dem er verabredet war, der Bischof von Grigenti[2]. Nur dass dieser den noch versteckteren Eingang für den Klerus benutzt hatte, gleich neben der Apsis. Der Grund für die Heimlichkeit war, dass der eigentlich für die Krönungszeremonie vorgesehene Erzbischof die Stadt unter einem fadenscheinigen Vorwand vorzeitig verlassen hatte. Der Papst hatte ihn rechtzeitig nach Rom beordert.

Natürlich konnte es der Ecclesia romana nicht gefallen, dass dieser Schritt von einem gewöhnlichen episcopus provinciae[3] unterlaufen wurde. Doch dem Hirten von Grigenti war seine Haut näher als der rote Mantel, und er war der dringenden Aufforderung des Kanzlers gefo
lgt. Johannes von Procida fand den rundlichen Herrn in die Betrachtung der marmornen Sarkophage vertieft, die in den Seitenkapellen standen, wuchtig wie fremdartige Kampfschiffe, bereit zum Auslaufen in die Schlacht, wenn auch Baldachine sie zur Ruhe, der letzten und wohl einzigen Ruhe ihres stürmischen Lebens, gemahnten.

»Eine würdige Grabkammer«, sagte der Bischof, der als solcher nicht zu erkennen war, denn er trug weder Hut noch Stab. »Ich habe sie noch erlebt.« Er zeigte auf den Sarg der Constanza de Aragon, der ersten Frau von Friedrich. »Der Kaiser hat sie sehr geliebt, so sehr wie danach keine andere mehr. Ihr hat er die eiserne Krone der Normannen mit ins Grab gegeben.«

»Wohl auch ein Symbol dafür, dass dem Kaiser spätestens zu jenem Zeitpunkt bewusst war, dass es ihm nie vergönnt sein würde, ein friedliches Leben als König beider Sizilien zu führen und zu beenden, während das ferne Reich durch gehorsame Söhne und treue Vögte regiert wurde. Dafür sorgte schon Rom«, entgegnete der Kanzler nachdenklich.

Der Mann der Kirche überging den anzüglichen Schlenker. »Nun liegt er hier, stupor mundi, das Staunen der Welt fürwahr, in dunkelroten Porphyr eingeschlossen, von vier Löwen getragen, geheimnisvolle Zeichen aus uralter Zeit –«

»›Er lebt, und er lebt nicht‹, sagte die Sybille«, unterbrach ihn Johannes ungeduldig. »Wir sind hier, um für die Lebenden zu sorgen: für die festliche Krönung seines zweifellos meistgeliebten Sohnes Manfred.«

»Vom unglücklichen Enzio[4] einmal abgesehen, den er sicher vorgezogen hätte.«

Der Bischof aus dem Süden der Insel, wo zwischen griechischen Tempeln nur Ziegen weideten, hatte also seine Vorliebe, doch ehe sich der beredte Kenner staufischer Familienwir
ren um Kopf und Stola reden konnte, fiel ihm der Kanzler ins Wort.

»Doch den halten die unbeugsamen Bolognesen von jedem Griff nach dem Erbe fern. Vielleicht zu seinem Glück«, fügte er sinnend hinzu. »Ein König Manfred wird sich auch mit der Kaiserkrone auf dem Haupt noch lange nicht ungetrübt der Schönheit seiner Insel erfreuen können.«

»Eben dafür stehen die Sarkophage seiner Vorfahren«, begründete der Bischof sein beharrliches Verweilen bei den Grabmalen der Toten. »Der des grausamen Heinrich[5] und der sanftmütigen Constance de Hauteville. Sie mahnen Imperium und Papst zur Versöhnung. Davon will ich dem Volk sprechen, den offiziellen Gästen aus deutschen Landen ebenso wie den heimlichen Lauschern aus dem Castel Sant’ Angelo, die Oktavian degli Ubaldini uns mit Sicherheit schickt –«

»Der Graue Kardinal«, entfuhr es Johannes, gerade noch dass er den erschrockenen Ausdruck seiner Stimme zurücknehmen konnte, »dieser Florentiner? Ich will froh sein, wenn es sich nur um verkleidete Spitzel und nichts Übleres handelt.«

»Berühmt ist der Ring des Kardinals, und unsichtbares Gift gilt als eine Spezialität der orefici fiorentini[6]«, stellte der Bischof stoisch fest. »Ihnen kommen nur die Byzantiner gleich.«

Es war Johannes von Procida endlich gelungen, den Bischof von den Sarkophagen fort vor den Altar zu führen, indem er ihn sacht am Ärmel zupfte.

»Hier wird Herr Manfred vor Euch niederknien, doch Ihr werdet ihn aufheben und zu diesem Thron aus Goldmosaik geleiten.«

»Aber das ist doch der angestammte Platz Seiner Eminenz des Erzbischofs?«

»Eben.« Johannes überging den schüchternen Einwand trocken. »Dort wird Herr Manfred sich zur Strafe niederlassen, un
d Ihr werdet ihn salben und ihm dann die Krone aufs Haupt drücken, die ich Euch reichen werde, sofern sich kein Würdigerer finden lässt.«

»Und dann läuten die Glocken?«

»Lasst das alles meine Sorge sein«, beschied ihn der Kanzler. »Übt jetzt die Zeremonie! Ihr verfügt über alle Priester und Prioren dieser Stadt samt Chören, Messknaben und Adlaten.«

»Ich will lieber erst mal meine Predigt bedenken, die rechten Worte –«

»Fasst Euch kurz, und vor allem stolpert nicht während des heiligen Officiums. Die Palermitaner sind abergläubisch, sie werden Euch totschlagen, wenn Ihr ihnen die Feier verderbt.« Mit diesen ermutigenden Worten ließ der Kanzler den Bischof allein unter dem byzantinischen Holzkreuz, das eingangs des Chorraums an einer Kette von der Decke hing.

Johannes von Procida verließ die Kathedrale durch das pompöse Hauptportal, weil er sich in der Eingangshalle erwartet wusste. Seine Zeit war genau eingeteilt.

»Der Festzug versammelt die Ritter hinter dem Palazzo«, erläuterte ihm sogleich der Oberste Kämmerer, der als Zeremonienmeister den Ablauf der Festlichkeiten plante, insbesondere den Weg, den der feierliche Krönungszug nehmen würde. »Er zieht durch die Porta di Castro auf San Cataldo und die Martorana zu, wo die hohe Geistlichkeit ihn erwartet, dann schwenkt er in die Maqueda ein, überquert den Cassaro[7], biegt in die Bandiera ab, die zum Kloster des heiligen Dominikus führt. Hier erwarten ihn die Abgeordneten der Bürgerschaft und der Zünfte. Bei der Porta Carbone erreichen wir die Cala, wo am Kai die ausländischen Gesandten seiner harren. Somit komplett, ziehen wir feierlich den Cassaro wieder stadteinwärts, bis wir hier eintreffen.«

Die beiden Männer standen nun, umgeben von sich wicht
ig gebenden oder eifrig umherschwirrenden Mitgliedern des Festkomitees, auf den Stufen der Freitreppe der »Kathedrale«, wie die Palermitaner ihren der Assunta[8] geweihten Dom nannten. Sie schauten den Cassaro hinab, die breite Hauptstraße, die von der Cala, dem Hafenbecken, hinaufführte zum »Qasr«[9], der mächtigen Burg, wie selbst die Staufer den Palazzo dei Normanni noch gerne riefen. Es war der traditionelle camino real[10], der Königsweg, der die Form eines Kreuzes beschrieb und die engen und verwinkelten Gassen der Altstadt nicht mied, sondern alle vier Quartiere, Capo, Loggia, Kalsa[11] und Albergaria, berührte. Manfred hatte darauf bestanden, auch wenn seinem Kämmerer nicht ganz wohl dabei war.

»Zu leicht können sich Bogenschützen auf den Dächern verbergen, Assassinen aus irgendwelchen Löchern hervorstürzen.«

»Ganz einfach, lieber Maletta[12]«, tröstete ihn der Kanzler ungerührt, »stellt Euch vor, Ihr selbst seid der gedungene Meuchelmörder. Wo würdet Ihr angreifen?« Johannes war mit seinem Vorschlag sogleich zur Hand. »Geht den Weg ab, und überall, wo Ihr die Möglichkeit eines Attentats seht, da postiert Ihr Armbrustschützen oder Doppelwachen.«

»Ich bin aber als Attentäter völlig ungeeignet, schon weil mir sofort schwindlig wird, wenn ich an den Rand eines Daches trete.«

»Der Anschlag auf das Leben des Königs wird mit ziemlicher Sicherheit nicht gewaltsam geführt werden«, erklärte Johannes dem ängstlichen Hofbeamten, »sondern perfiderweise mit Gift. Wir haben die Aufgabe, jeden Trunk, jeden Bissen während der Festmahles – vom Topf des Koches oder des Mundschenks Krug bis zum Munde des Herrschers – im Auge zu behalten, ohne dass wir seine Fröhlich
keit stören.«

»Der Grottenmolch soll jetzt hinken?«

»Bedauerlicherweise! So ist Oktavian gezwungen, einen Attentäter zu entsenden, der uns unbekannt ist.«

»Ihr erwartet den Biss einen Reptils noch vor der erfolgreichen Krönung?«

»Den erwarte ich jederzeit«, knurrte der Kanzler, »zumal sich diesmal auch Hellas bemüht. Nicht so sehr um unseren Herrn, sondern um das Goldene Horn! Habt acht auf alles, was vom Bosporus kommt!«

Der Kanzler verließ mit seinem Gefolge den Platz vor der Kathedrale von Palermo und begab sich zum benachbarten Palazzo Arcivescovile[13], wo er eine Verabredung mit Thomas Bérard hatte, dem Großmeister der Templer....


Technik

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